Ökostrom: Wie man ethisch verantwortungsvoll Strom einkauft

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Das Wichtigste im Überblick

  • Ökostrom stammt aus erneuerbaren Quellen wie Sonne, Wind, Wasser oder Biomasse und verursacht bei der Erzeugung deutlich weniger Treibhausgase als Strom aus Kohle, Öl oder Gas.
  • Wer wechseln will, kauft Ökostrom direkt beim Energieversorger über einen entsprechenden Tarif – ein Wechsel dauert meist nur wenige Wochen und läuft ohne Versorgungsunterbruch.
  • Ein Zertifikat einer unabhängigen Stelle, etwa das OK-Power-Label, zeigt, ob wirklich neue erneuerbare Kapazität gefördert wird oder nur bestehender Ökostrom umetikettiert wurde.

Warum die Wahl des Stromanbieters zählt

Ökostrom bezeichnet Strom aus erneuerbaren Quellen wie Sonne, Wind, Wasser und Biomasse, der von einem zertifizierten Anbieter bezogen wird. Wer beim Vergleich auf ein unabhängiges Prüfsiegel und auf echte Zusatzförderung achtet, kauft nachweislich verantwortungsvoll Strom ein – der Anbieter entscheidet, aus welcher Quelle die Energie stammt.

Was ist Ökostrom?

Ökostrom ist Strom, der aus erneuerbaren Energiequellen wie Sonnenenergie, Windkraft, Wasserkraft oder Biomasse gewonnen wird. Konventioneller Strom stammt dagegen meist aus fossilen Brennstoffen wie Kohle, Öl oder Gas; diese sind nicht erneuerbar und setzen bei ihrer Verbrennung Treibhausgase frei. Weil bei der Erzeugung von Ökostrom kaum vergleichbare Emissionen entstehen, gilt er als deutlich umweltfreundlicher als der Strommix aus fossilen Quellen.

Ein Detail wird dabei gerne übersehen: Nicht jeder als „grün» verkaufte Tarif finanziert neue Anlagen – manche Anbieter kaufen nur bestehende Herkunftsnachweise zu.

Wie kaufst du Ökostrom als Verbraucher?

Bevor man sich für einen Tarif entscheidet, lohnt sich ein Blick darauf, wie Strom überhaupt vom Kraftwerk zum Haushalt gelangt: Er wird erzeugt, in ein Netz aus Leitungen eingespeist und von Energieversorgungsunternehmen an Haushalte und Betriebe weiterverteilt. An dieser Verteilung selbst ändert der Anbieterwechsel nichts – entscheidend ist, welche Quelle der jeweilige Versorger für den eingekauften Strom nachweist.

Als Verbraucher lässt sich Ökostrom bei Energieversorgern beziehen, die ihren Strom gezielt aus erneuerbaren Quellen einkaufen. Viele Anbieter führen dafür eigene Ökostromtarife, die den Wechsel unkompliziert und meist ohne Mehrkosten für Umzug oder Gerätetausch machen. Bei der Auswahl zählt vor allem eines: Der Strom sollte tatsächlich aus erneuerbaren Quellen stammen, und der Anbieter sollte dies durch eine unabhängige Stelle wie das OK-Power-Label bestätigen lassen. Nur so lässt sich Greenwashing bei angeblich grünen Tarifen zuverlässig ausschliessen.

So gelingt der Umstieg im Alltag

Der Wechsel läuft in drei Schritten ab und ist in wenigen Tagen erledigt: Erst vergleicht man die Tarife der Anbieter in der eigenen Region und prüft, welches Zertifikat hinterlegt ist. Dann kündigt man den bisherigen Vertrag, was meist der neue Versorger automatisch übernimmt. Zum Schluss lohnt sich ein Blick auf den eigenen Zählerstand, damit die Umstellung sauber dokumentiert ist.

Parallel dazu senkt man den Verbrauch selbst: Energiesparende Geräte, LED-Beleuchtung und weniger Stand-by reduzieren die Stromrechnung unabhängig vom Tarif. Wer beides kombiniert, sauberer Strom und weniger Verbrauch, verringert die eigene Klimabilanz spürbar. Mehr Hintergründe liefert unser Artikel Bioprodukte: Warum Bio-Produkte ethisch verantwortungsvoll sind, und wer noch weiterdenken will, findet Denkanstösse in Ethik in der Kosmetikindustrie und Anonym Gold kaufen.

Noch unabhängiger wird, wer den Strom teilweise selbst erzeugt, zum Beispiel mit einer eigenen Photovoltaikanlage oder, bei fehlendem Dach, mit einem Balkonkraftwerk für die Mietwohnung.

Häufige Fragen zu Ökostrom

  • Ist Ökostrom teurer als konventioneller Strom? Die Preisdifferenz ist bei den meisten Anbietern gering, teils liegt Ökostrom sogar auf demselben Niveau wie der Grundtarif – ein Vergleich vor dem Wechsel lohnt sich trotzdem.
  • Woran erkenne ich, ob ein Ökostromtarif seriös ist? An einem Zertifikat einer unabhängigen Stelle wie dem OK-Power-Label, das prüft, ob der Strom tatsächlich aus erneuerbaren Quellen stammt und ob neue Anlagen gefördert werden.
  • Wie lange dauert der Wechsel zu Ökostrom? In der Regel wenige Wochen; die Kündigung des alten Vertrags übernimmt meist der neue Anbieter, ein Versorgungsunterbruch entsteht dabei nicht.

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